„Vom Umgang miteinander“, …

Das Ambiente einer Tiefgarage, der Charme eines Zivilschutzbunkers: Sitzungssaal der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte
(Bild: CC-BY-NC Frank Nocke)
… so oder so ähnlich sollte ein langer Artikel heißen, den ich schon seit Ewigkeiten über meinen Eindruck von den Umgangsformen in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte vorhabe zu schreiben. Ich hätte zu dem Thema einiges zu sagen, aber es in einen kongruenten, interessanten Text zu gießen fehlt mir meist die Konzentration und das „Feuer“.
In dieser Hinsicht wurde mir in der heutigen BV-Sitzung gewissermaßen ein Gefallen getan. Ich habe mich so aufgeregt, dass ich in einem spontanen Rant auf Twitter das meiste zum Thema kurz und bündig gesagt habe. Deshalb will ich diesen Rant hier einfach wiedergeben, als überraschend umfassende Momentaufnahme.
Um einen berechtigten Einwand vorweg zu nehmen: Natürlich sind längst nicht alle Mitglieder der SPD-Fraktion so drauf, wie ich es hier beschreibe. Ich arbeite mit manchen SPD-Abgeordneten auch gern zusammen, aber niemand der eine Sitzung der BV besucht wird leugnen können, dass das Bild der SPD-Fraktion als Ganzes von genau dem geprägt ist, was ich beschreibe. Auch zeigen mir die Reaktionen und Kommentare auf Twitter, dass ich keinesfalls der einzige bin, der in der Kommunalpolitik solche Erfahrungen macht.
Was die SPD hier in der BV an Herablassung, Arroganz und gewaltvoller Kommunikation aufbietet, finde ich einfach unfassbar.—
Michael Büker (@emtiu) May 24, 2012
Man kann es nicht fassen, wenn man es nicht erlebt. „Sie können wohl nicht lesen!“, „Das begreifen Sie eh nie!“ und so weiter und so weiter.—
Michael Büker (@emtiu) May 24, 2012
Dazu wird mit der flachen Hand auf den Tisch gehauen und lauthals gegrölt wie am hinterletzten, schmierigsten Stammtisch. Testosteron pur.—
Michael Büker (@emtiu) May 24, 2012
Fragestellern für die ersten Sekunden der Antwort nicht in die Augen schauen. Großes Kino! SPD-Rhetorikseminar für Fortgeschrittene.—
Michael Büker (@emtiu) May 24, 2012
Würde einer der betreffenden Abgeordneten im Privatleben so mit Menschen umgehen wie hier mit Kollegen, er hätte genau null Freunde.—
Michael Büker (@emtiu) May 24, 2012
