I recently ran into this bug (or maybe just „weird, undocumented behavior“) of mc(1) when setting it up on FreeBSD. Even after saving the „Verbose operation“ option in the „Configuration“ menu, it was always disabled after the next startup of mc. I could confirm that verbose=true got set in the $HOME/.config/mc/ini file (probably $HOME/.mc/ini on Linux), but was ignored (or reset) on startup.

Now, „Verbose operation“ makes all those nice progress bar windows pop up, and without it there’s no point in using mc! So what’s going on here? Apparently, mc checks your terminal’s reaction speed in terms of „baud“, like it’s 1997 and we’re running stuff on serial cables or something. If mc finds that your terminal is too slow, you don’t get any progress bars (awww), because your terminal apparently can’t handle it.

Now, under some circumstances, some terminals don’t report a proper baud speed – maybe because it’s not 1997, and we’re not running stuff on serial cables. In these cases, the function tty_baudrate() returns -1, which I guess should alert programs that the value is useless. But Midnight Commanders just asserts that this value is smaller than 9600 (duh!) and always sets verbose=FALSE; on startup, because your serial cable is too thin. Gotcha!

The bug has been known and ignored for 6 years (mc Trac ticket #2452), but I can confirm that the patch proposed in comment #15 does the trick. I’ve submitted it to the maintainer of the mc port in FreeBSD, and maybe you want to go and bug mc people to fix it or get your distro to incorporate the patch – because who on earth would want to to use Midnight Commander without those progress bars, am I right?!

[ Ein wichtiges Wort vorweg: Ich fahre sehr gern mit der Bahn, finde es komfortabel und angenehm, bin froh über unsere hervorragende Infrastruktur, finde dass die Bahn einen ganz anständigen Job macht und habe größten Respekt vor den Berufen der Lokführerin und des Zugbegleiters. Kein aber :​) ]

Worum geht es? Die Bahn verlangt – warum auch immer – dass auf jedem Online-Ticket der Name der reisenden Person steht. Das möchte sie auch kontrollieren, und hat dafür kürzlich die Regeln geändert. Nun weiß niemand mehr, was los ist: Zugbegleiter, Bahn-Webseite und Bahn-Support widersprechen sich gegenseitig.

Erster Akt: Früher™

Bis zur Änderung im Oktober 2016 lautete die Regel so: Wer ein Online-Ticket buchte, musste dabei den Namen der reisenden Person angeben und eine Identifizierungskarte bestimmen, welche die reisende Person mitzuführen hatte. So sollten zwei Dinge unter einen Hut gebracht werden: Dass jedes Online-Ticket personalisiert war, aber dass man auch für andere Personen buchen konnte. Um die Sache noch einfacher zu machen, ließ die Bahn verschiedene Arten von Identifizierungskarte zu, darunter Personalausweis, Kreditkarte und BahnCard.

Wenn ich für Onkel Heinz ein Online-Ticket buchen wollte, habe ich seinen Namen eingetragen und den Personalausweis als Identifizierungskarte festgelegt, den er ohnehin immer dabei hat. Dann konnte Onkel Heinz mit dem von mir gebuchten Online-Ticket fahren, sich mit seinem Personalausweis identifizieren, und alles war schön. Wenn ich für mich selbst gebucht habe, habe ich meine BahnCard als Identifizierungskarte angegeben. Die musste ich bei Fahrtkarten mit BahnCard-Rabatt sowieso immer vorzeigen, und alles war schön.

In der Praxis gab es jedoch ein großes Problem: Viele Leute haben Online-Tickets mit einer Kreditkarte bezahlt, und diese der Einfachheit halber auch gleich als Identifizierungskarte angegeben, ohne das Konzept so richtig zu verstehen. Die Kreditkarte hatten sie dann – wie das in Deutschland eben so ist – gar nicht immer bei sich, und waren im Zug plötzlich mit Online-Ticket aber ohne die selbst gewählte Identifizierungskarte praktisch am Schwarzfahren.

Das Problem war offenbar so dramatisch, dass die Bahn sich entschieden hat, die Regeln zu ändern. Die Änderung wurde als große Vereinfachung angekündigt, mit dem Slogan: „Jetzt reicht ihr Name“.

Zweiter Akt: Jeder macht, was er will

Seit der Regeländerung habe ich die Praxis verschieden erlebt, und auch meine Nachfragen wurden widersprüchlich beantwortet. Ich will mal aufzählen, was ich genau beobachtet habe:

  1. Mitte März 2017 im IC nach Berlin: Ich zeige mein Online-Ticket, meine BahnCard und meine Krankenkassenkarte mit Foto vor. Die Zugbegleiterin ist zufrieden.
  2. Ende März 2017 im ICE nach Leipzig: Eine Zugbegleiterin erklärt, zu jedem Online-Ticket müsse Personalausweis oder Reisepass vorgezeigt werden. Nur von BahnCard-Kunden könne sie auch einen Führerschein akzeptieren.
  3. Ende März 2017, am Bahnsteig in Leipzig: Ich frage zwei Zugbegleiterinnen, was für ein Ausweis neuerdings zu Online-Tickets vorgezeigt werden muss. Beide sagen: Irgendwas mit Foto und Name reicht, zum Beispiel Krankenkassenkarte und Führerschein.
  4. Der Online-Artikel der Bahn zur Regeländerung sagt: „Auch die BahnCard wird anerkannt.“ Nun beißt sich die Katze aber in den Schwanz, denn für die BahnCard gilt laut Bahn-Bedingungen: „Bei der Kontrolle im Zug ist ein amtlicher Lichtbildausweis vorzuzeigen.“ Also doch Personalausweis oder Reisepass, egal ob BahnCard-Inhaber oder nicht?
  5. Der Bahn-Support auf Twitter windet sich und will sich nicht festlegen (siehe unten).

Die Auflösung, soweit ich sie mir bisher zusammenreimen konnte, lautet: 1) und 3) waren sehr nett, aber haben es laut Bahn-Regeln falsch gemacht. 2) hat Recht, was auch durch 4) gestützt wird, auch wenn 5) es nicht zugeben will.

Dritter Akt: Auf den Ausweis kommt es an

Wen interessiert das überhaupt alles? Die Antwort ist: Jeden BahnCard-Inhaber, der keinen Personalausweis besitzt. Ein Leben ohne den teuren und nutzlosen Personalausweis ist nämlich möglich, denn ein Reisepass ist laut Gesetz ein vollwertiger Ersatz. Für BahnCard-Inhaber, die früher allein mit Online- oder Handyticket+BahnCard fahren konnten, stellt sich nun aber die Frage: Muss ich ab jetzt auf jeder Bahnfahrt meinen Reisepass mitschleppen?

Ein Ausweg könnte die Definition des Begriff „amtlicher Lichtbildausweis“ sein, die von der Bahn zugrunde gelegt wird, denn: als solchen kann man offenbar auch einen Führerschein verstehen. Es geht also um eine eigentlich sehr einfache Frage: Genügt ein Führerschein als „amtlicher Lichtbildausweis“, um meiner mitgeführten BahnCard zur Gültigkeit zu verhelfen? Wie immer ist es bei der Bahn alles andere als einfach, eine Antwort zu bekommen.

Vor etwa zwei Jahren meinte die Bahn auf Twitter, dem wäre so:

Heute meinte sie erst das Gegenteil, im Einklang mit einer Supportauskunft auf bahn.de vom September 2016:

… um dann auf die verwirrendstmögliche Weise zurückzurudern:

Und nun?

Muss ein BahnCard-Inhaber ohne Personalausweis in Zukunft bei jeder Zugfahrt den Reisepass mitschleppen, oder genügt der Führerschein? Die Frage bleibt vorerst offen. Ich bin gespannt, ob sich noch eine Antwort findet, gern auch in den Kommentaren 🙂

PS: Wer sagt, dass man eigentlich schon immer den ominösen „Lichtbildausweis“ zur BahnCard hätte mitführen müssen, hat Recht – tatsächlich war das aber in all den Jahren in der Praxis irrelevant. Erst jetzt, mit der neuen Ausweispflicht der Bahn, sehen sich die Zugbegleiter offenbar gezwungen, regelmäßig auch nach einem Lichtbildausweis zur BahnCard zu fragen.

Update, 31.03.2017

Der Bahn-Support hat auf Twitter ausdrücklich auf diesen Blogpost reagiert und sich wie folgt festgelegt:

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal von Pulse of Europe gehört: einer Reihe von wöchentlichen Demonstrationen, die sich unter dem Zeichen der Europa-Flagge in verschiedenen Städten in Deutschland trifft. Mich hat das sehr gefreut, denn ich dachte mir schon seit ein paar Monaten: Wenn Leute mit der Europa-Flagge demonstrieren, sind sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit anständig drauf.

Am Tag nach dem Brexit-Referendum hatte ich mir eine Europaflagge an die Mütze geheftet. In Griechenland hatte ich im Sommer 2015 die hässlichen Folgen der Euro-Politik erlebt, und die Abschottung der EU-Außengrenzen kostet jährlich tausende Leben. Aber wenn noch mehr Teile der europäischen Gesellschaft in Hysterie verfallen und den Zusammenhalt aufkündigen würden, stünde uns noch viel mehr Scheiße bevor.

poe_1Pulse of Europe steht für die Alternative dazu: dass der Zusammenhalt weiter besteht. Wie der Gründer im Interview erklärt hat, war auch er vom Brexit-Votum bewegt. Die Demonstrationen sollen bis zu den anstehenden Wahlen in den Niederlanden und Frankreich wöchentlich stattfinden, und haben sich mit orangen Fähnchen, Grußbotschaften und ähnlichen Aktionen auch direkt an die Gesellschaften der Nachbarländer gewandt.

Heute war ich in Berlin bei der Demo auf dem Gendarmenmarkt. Dass hier kein typisches Demo-Publikum am Start ist, merkte man schon daran, dass die Kundgebung pünktlich begann. Der Gründer aus Frankfurt war zu Gast und begrüßte die Teilnehmer – dabei sagte er ulkigerweise auch, dass er sich und viele Teilnehmer der Kundgebunden nicht als erfahrene Demonstranten sieht.

Zu den Ansprachen gehörte auch, dass die zehn Grundsätze von Pulse of Europe verlesen wurden. Mir gefallen sie ganz gut, wobei etwas weniger vorsichtig-diplomatische Formulierungen und die Beschränkung auf drei bis fünf knackige Thesen der Markenwahrnehmung helfen könnten. Aber was soll’s, „Pulse of Europe“ klingt ohnehin wie eine Techno-Party – wichtig ist, dass Menschen für Europa demonstrieren. Wenn die Berichterstattung stimmt, kann die Sache noch ordentlich wachsen, denn der zeitliche Rahmen „wöchentlich bis zur Frankreich-Wahl“ ist geschickt gewählt und die Symbolik – die Europa-Flagge – ist weithin bekannt, leicht zugänglich und funktioniert hervorragend in Sachen Wiedererkennung und Identifikation.

Demonstrant des Tages

Demonstrant des Tages

Ein Redebeitrag, der mir sehr gefiel, war das Besprechen von EU-relevanten Nachrichten der letzten Woche. Die „politisch neutrale“ Stellung, in der sich Pulse of Europe sieht, ließ das zum Teil ein bisschen wackelig klingen, weil kaum offene Kritik oder Forderungen als Interpretation geliefert wurden. Aber ich fand es sehr gut, für alle Versammelten ein Informationsangebot zu machen und sie zur Diskussion anzuregen.

Dann gab es ein „Open Mic“ mit hochwertigen Beiträgen – ganz anders, als man es von ähnlichen Veranstaltungen kennt. Es wurden Grüße aus Frankreich übermittelt, und das Konzerthaus am Gendarmenmarkt lud für die nächste Woche auf seine schicke Treppe ein. Es sprach auch jemand für DiEM25, die sich die Aufmerksamkeit für Pulse of Europe sicher selbst wünschen würden, sich aber auch inhaltlich sehr viel stärker positionieren.

Die Demo endete – pünktlich nach einer Stunde – mit einer Menschenkette um den Gendarmenmarkt zu erhebender Musik. Eine schöne, kleine Aktion für ein Gefühl von Gemeinsamkeit. Als „Rausschmeißer“ zur Auflösung lief dann die Europahymne mit dem „Freude schöner Götterfunken“-Text in einer Europop-Version mit Synthie-Sound – europäischer geht es kaum^^