Geräte mit Line-Ausgang an Anlage mit Phono-Eingang – Dämpfer selbst gebaut

Mit geringen Materialkosten konnte ich anhand einer alten Vorlage einen Schaltkreis bauen, mit dem der übliche Line-Tonausgang von Laptops, MP3-Geräten u.A. an einem Phono-Eingang funktioniert. Kommerzielle Produkte mit dem gleichen Zweck (wie dieses und dieses) kosten mit €20–23 das doppelte bis dreifache.

Alles fing damit an, dass wir in der Hamburger Piraten-Geschäftsstelle eine Stereoanlage stehen haben, die nur einen Phono-Eingang hat. Man konnte seinen Rechner dranhängen, aber das Signal war massiv übersteuert, besonders für die niedrigen Frequenzen. Die Lautstärke der Anlage sowie die tiefen Frequenzen per Equalizer stark runterzuregeln machte den Ton erträglich und verständlich, aber alles andere als schön.

@sl80 erinnerte sich an einen alten Konverter-Schaltkreis, der im Internet beschrieben ist und schlug vor, ihn selbst zusammenzubauen. Der Schaltkreis ist seinerseits eine vereinfachte Version von einem, der in der Zeitschrift Elektor Electronics veröffentlicht wurde (siehe Artikel).

Line signal to phono input (MD/MC) converter by Tomi Engdahl (1995)Alle erforderlichen Teile konnte ich ohne Bestellung einfach bei CONRAD am Bauteile-Tresen mitnehmen (mit Ausnahme des 147 kΩ-Widerstands, für den auch ein 150 kΩ-Widerstand funktioniert). Hier ist eine Liste der Teile:

Benötigte Teile
Bauteil Art.-Nr. Preis
2x Widerstand 1 MΩ 403610 € 0,10
2x Widerstand 150 kΩ 403512 € 0,10
2x Widerstand 68 kΩ 403474 € 0,10
2x Widerstand 470 Ω 403210 € 0,10
2x Kondensator 2,2 nF 453021 € 0,24
4x Kondensator 1,5 nF 453013 € 0,24
2x Cinch-Buchse (1x rot, 1x schwarz) 734157 € 1,58
Summe € 5,40
Optionale Teile
Experimentierkarte (nur zum Teil verbaut) 529632 € 2,47
Kunststoff-Gehäuse (schwarz) 522635 € 3,07

Soll kein vorhandenes Kabel „geopfert“ werden, um als Ausgangskabel für den Filter zu dienen, kommen noch ca. 1 m Kabel und zwei Cinch-Stecker für zusammen etwa € 3–4 dazu. An Werkzeug hatte ich nur das Übliche: Lötkolben, dritte Hand usw. Einzige Besonderheit war ein Schälbohrkopf, mit dem sich hervorragend Löcher für die Cinch-Buchsen in das Plastik-Gehäuse bohren ließen.

Der erste Prototyp, der für einen Kanal wie gewünscht funktionierte, sah so aus:

Dann wurde ein kleines Stück der Platine etwas enger mit den Teilen für zwei Kanäle bestückt, das Gehäuse mit den entsprechenden Löchern versehen und die Anschlüsse verkabelt:

Als Finishing habe ich die Unterseite der Box durch ein Stück transparentes Plastik ersetzt, damit man die Awesomeness sehen kann😀 Aufkleber oben drauf, fertig!

Endlich guter Sound in der Geschäftsstelle! \o/

Kommentar schreiben/Post a comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s